» Anreise der Werderfans zum Auswärtsspiel beim Hamburger SV
Offener Brief an die Polizei Bremen, die Polizei Hamburg, den SV Werder Bremen, den Hamburger SV sowie die zuständigen Fan-Projekte
Betr.: Anreise der Werderfans zum Auswärtsspiel beim Hamburger SV am 18. Februar 2012
Sehr geehrte Damen und Herren,
vorweg möchten wir Sie an unseren offenen Brief vom 27. Januar 2011 erinnern (zu finden u.a. unter: http://racaille.de/?p=137). Wie Sie sich sicherlich erinnern, erklärten wir Ihnen, dass es für uns nicht mehr in Frage kommt, die Anreise zum Volksparkstadion über Hamburg-Harburg, Othmarschen und schließlich per Bus-Shuttle zum Gästeblock des Volksparkstadions in Anspruch zu nehmen.
Die vergangenen Jahre vor unseren selbstorganisierten, alternativen Reisebemühungen haben uns aufgezeigt, dass die Hamburger Polizei auf dieser Anfahrtsroute keine Rücksicht auf die körperliche Unversehrtheit von Werderfans nimmt. Nur beispielhaft sei hier erneut auf deaktivierte Notbremsen in der S-Bahn von Hamburg-Harburg nach Othmarschen hingewiesen. Trotz starker und vermeintlich notwendiger Sicherheitsvorkehrungen schaffte es die Polizei nicht, für die Sicherheit der Werderfans zu sorgen. Gerade beim Transport mit dem Bus-Shuttle - die Stichworte Viehtransport und Zielscheibe für Angriffe, wie geschehen am 7. Mai 2009, sind in dem Zusammenhang bereits in unserem letzten Brief gefallen - ist es schlichtweg nicht möglich, die Werderfans sicher vom Stadion weg zu geleiten. Darüber hinaus sind nach unserem derzeitigen Kenntnisstand die Bahnhöfe in Othmarschen sowie Hamburg-Harburg noch immer nicht barrierefrei. Aus diesen besagten Gründen sehen wir uns auch weiterhin nicht in der Lage, auf diesem Weg und unter solchen Bedingungen nach Hamburg zu reisen.
An den Schluss unseres letzten Briefes stellten wir die Forderung, „dass sich die zuständigen Institutionen für eine zum Bus-Shuttle alternative Variante entscheiden“ sollten. Weitergehend boten wir unsere Mithilfe am Entstehungsprozess neuer Ideen hinsichtlich der Anreiseroute mit all ihren Begleiterscheinungen an. Da wir fast ausschließlich auf taube Ohren stießen, wählten wir auch im zweiten Jahr in Folge eine alternative Anreise.
So reisten weit über 300 Werderfans gemeinsam und erneut ohne jeden Zwischenfall bis vor den Gästeblock des Volksparkstadions. Die einzigen, die negativ auffielen, waren die Beamt_innen der Polizei Hamburg, die kurz vor dem Stadion auf unnötig aggressive Weise begannen, die Gruppe einzukesseln und zu durchsuchen. Für uns war dies - neben dem auffällig großen Aufgebot mit mehreren Hundertschaften, Reiterstaffel sowie drei Wasserwerfern - ein erneutes Zeichen dafür, dass die Polizei Hamburg offensichtlich nicht gewillt ist, deeskalierend zu wirken und eine für alle Seiten zufriedenstellende Alternativlösung zu finden.
Wir fordern die zuständigen Institutionen erneut auf, sich für eine zum Bus-Shuttle alternative Variante zu entscheiden. Wir fordern insbesondere die Hamburger Polizei dazu auf, in diesem Jahr von Beginn an eine Strategie der Deeskalation zu bemühen und auf die Sicherheitsbedenken der Fans zu achten. Darüber hinaus fordern wir eine (eigentlich selbstverständliche) barrierefreie Anreisevariante. Sollten unsere Forderungen auch in diesem Jahr erneut ignoriert werden, werden wir uns auch im dritten Jahr in Folge um eine eigenständige und alternative Anreise bemühen.
Racaille Verte, Infamous Youth, UltrA-Team Bremen
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» Veranstaltungsreihe: Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Faschismus! Veranstaltungsreihe von Infamous Youth und dem VVN Bremen in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Bremen und der Antidiskriminierungs AG

Mo 30. Januar 2012 um 19.30 Uhr im Ostkurvensaal Weserstadion – Vortrag Dr.Ulrich Schneider (Kassel) unter dem Thema: GEHT EUROPA NACH RECHTS? – EXTREME RECHTE IN EUROPA AUF DEM VORMARSCH?
So 12 .Februar 2012 15 Uhr: Besuch des U-Boot-Bunkers „Valentin“ in Farge, Führung durch Ulrich Stuwe (VVN-BdA) (Pro Teilnehmer_Inn wird es vermutlich eine Umlage von 4 Euro geben)
Do 8. März 17 Uhr ab Domtreppen antifaschistischer Stadtrundgang Innenstadt mit Raimund Gaebelein mit dem Schwerpunkt Arbeiterwiderstand
Do 12. April 17 Uhr antifaschistischer Rundgang ab Schützenhof, Brombergerstraße 117 (ab Straßenbahndepot Gröpelingen Bus 82 bis Kalischer Straße) in Gröpelingen mit Raimund Gaebelein mit Schwerpunkt Stolpersteine, KZ-Zwangsarbeiter_Innen
Do 10. Mai 17 Uhr ab Ecke Osterstraße/Buntentorsteinweg antifaschistischer
Stadtrundgang Buntentor mit Inge Breidbach mit Schwerpunkt Arbeiterwiderstand
Do 14. Juni 2012 Weserstadion-Ostkurvensaal 19 Uhr Vortrag über die Bremer Polizeibataillone 105 und 303 mit Raimund Gaebelein
Infamous Youth: http://infamousyouth.org/
VVN-BdA Bremen: http://bremen.vvn-bda.de/
Rosa-Luxemburg Initative Bremen: http://www.rosa-luxemburg.info/
Antidiskriminierungs AG: http://www.werderfans-gegen-rassismus.de/
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» Stellungnahme zum Wurf einer Leuchtfackel in die Sitzplatzreihen der Gelsenkirchener Südkurve
Stellungnahme zum Wurf einer Leuchtfackel in die Sitzplatzreihen der Gelsenkirchener Südkurve
Beim Bundesligaspiel des SV Werder in Gelsenkirchen wurde von den Stehplätzen des Gästebereichs aus eine Leuchtfackel in die Sitzplatzreihen der Schalker Südkurve geworfen.
Wir distanzieren uns vehement von dieser Aktion, verurteilen oben genanntes Verhalten und hoffen, dass niemand zu Schaden gekommen ist.
Dieses Schreiben soll deshalb auch als Appell an alle Fans fungieren, solche Aktionen zu unterlassen und jeden Versuch zu unterbinden.
Infamous Youth, Racaille Verte, UltrA-Team Bremen, Wanderers Bremen
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