» Veranstaltungsreihe: Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Faschismus! Veranstaltungsreihe von Infamous Youth und dem VVN Bremen in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Bremen und der Antidiskriminierungs AG

Mo 30. Januar 2012 um 19.30 Uhr im Ostkurvensaal Weserstadion – Vortrag Dr.Ulrich Schneider (Kassel) unter dem Thema: GEHT EUROPA NACH RECHTS? – EXTREME RECHTE IN EUROPA AUF DEM VORMARSCH?
So 12 .Februar 2012 15 Uhr: Besuch des U-Boot-Bunkers „Valentin“ in Farge, Führung durch Ulrich Stuwe (VVN-BdA) (Pro Teilnehmer_Inn wird es vermutlich eine Umlage von 4 Euro geben)
Do 8. März 17 Uhr ab Domtreppen antifaschistischer Stadtrundgang Innenstadt mit Raimund Gaebelein mit dem Schwerpunkt Arbeiterwiderstand
Do 12. April 17 Uhr antifaschistischer Rundgang ab Schützenhof, Brombergerstraße 117 (ab Straßenbahndepot Gröpelingen Bus 82 bis Kalischer Straße) in Gröpelingen mit Raimund Gaebelein mit Schwerpunkt Stolpersteine, KZ-Zwangsarbeiter_Innen
Do 10. Mai 17 Uhr ab Ecke Osterstraße/Buntentorsteinweg antifaschistischer
Stadtrundgang Buntentor mit Inge Breidbach mit Schwerpunkt Arbeiterwiderstand
Do 14. Juni 2012 Weserstadion-Ostkurvensaal 19 Uhr Vortrag über die Bremer Polizeibataillone 105 und 303 mit Raimund Gaebelein
Infamous Youth: http://infamousyouth.org/
VVN-BdA Bremen: http://bremen.vvn-bda.de/
Rosa-Luxemburg Initative Bremen: http://www.rosa-luxemburg.info/
Antidiskriminierungs AG: http://www.werderfans-gegen-rassismus.de/
^ top - 09.01.2012 - 03:01 Uhr - » Veranstaltungen » Veranstaltungsreihe: Nie wieder Faschismus!
» Stellungnahme zum Wurf einer Leuchtfackel in die Sitzplatzreihen der Gelsenkirchener Südkurve
Stellungnahme zum Wurf einer Leuchtfackel in die Sitzplatzreihen der Gelsenkirchener Südkurve
Beim Bundesligaspiel des SV Werder in Gelsenkirchen wurde von den Stehplätzen des Gästebereichs aus eine Leuchtfackel in die Sitzplatzreihen der Schalker Südkurve geworfen.
Wir distanzieren uns vehement von dieser Aktion, verurteilen oben genanntes Verhalten und hoffen, dass niemand zu Schaden gekommen ist.
Dieses Schreiben soll deshalb auch als Appell an alle Fans fungieren, solche Aktionen zu unterlassen und jeden Versuch zu unterbinden.
Infamous Youth, Racaille Verte, UltrA-Team Bremen, Wanderers Bremen
^ top - 20.12.2011 - 16:06 Uhr - » SV Werder Bremen » Stellungnahme zum Wurf einer Leuchtfackel in die Sitzplatzreihen der Gelsenkirchener Südkurve
» 28.09.2011 Demo: Schluss mit der Entpolitisierung von Prozessen!
Rechte Gewalt stoppen! Schluss mit der Verharmlosung von rechter Gewalt! Schluss mit der Entpolitisierung von Prozessen!
MITTWOCH, 28.09.2011
17:00 Uhr
OSTKURVENSAAL / Weserstadion
Im Januar 2007 wurde die erste Jubiläumsfeier der Ultrà-Gruppe „Racaille Verte“, welche im Ostkurvensaal des Weser-Stadions stattfand, von rechten Hooligans überfallen. Hintergrund des Angriffs war die öffentliche Positionierung von „Racaille Verte“ als antirassistische Fußballfangruppierung sowie die überwiegende Distanzierung der Ultrà-Szene von rechten Ideologien. Es wurde gezielt eine Person verprügelt und dabei schwer verletzt. Weitere Partygäste wurden bespuckt und geschlagen. Gegenstände wurden durch den Saal geworfen. Zwei Personen mussten im Krankenhaus behandelt sowie mehrere Verletzte notärztlich versorgt werden. Weitere Angriffe wurden angedroht, wenn an der antirassistischen Position festgehalten werden würde. Die Teilnehmer an dem Angriff sind teilweise in rechten Strukturen, wie z.B. regionalen Kameradschaften, organisiert und mehrfach auf NPD-Veranstaltungen beobachtet worden. Sie sind Mitglieder der rechten Gruppen „Standarte Bremen“ und „Nordsturm Brema“ (NSHB) bzw. deren Umfeld.
Aufgrund von Zeug_innenaussagen hat die Staatsanwaltschaft nach über viereinhalb Jahren (!) einen Prozess gegen sieben Angreifer angestrengt. Diese skandalöse Verzögerung hängt nicht etwa, wie von Seiten der Justiz behauptet, mit Aussageverweigerungen der Zeug_innen zu sammen. Diese hatten sich mehrheitlich bereits drei Monate nach dem Angriff zur Verfügung gestellt. Die tatsächlichen Ursachen für den derart verspäteten Prozessbeginn bleiben also weiterhin unklar.
Am vergangenen Donnerstag, den 22.09.2011, begannen die Verhandlungen im Amtsgericht Bremen. Dabei wurde seitens des zuständigen Richters eine Verkürzung des Verfahrens vorgeschlagen. Sollten Staatsanwalt und Verteidigung diesem Vorschlag zustimmen, würden die Angeklagten mit schockierend milden Strafen davonkommen. Das Verfahren könnte bereits am zweiten Verhandlungstag (Donnerstag, den 29.09.2011) beendet sein. Ein solcher Ausgang wäre in vielerlei Hinsicht folgenschwer. Ein Umstand, der von der Justiz offensichtlich billigend in Kauf genommen wird.
Denn zu dem Ausmaß des Falles gehören massive Einschüchterungsversuche gegenüber Zeug_innen. Eine Strategie, von der nicht einmal bei Prozessbeginn abgesehen wurde. Ganz im Gegenteil kam es zu Beschimpfungen und dem Abfotografieren von Prozessbeobachter_innen und Journalist_innen. Weder der Richter noch das Justizpersonal oder die Polizei schritten dabei entscheidend ein. Alle, die sich couragiert bereit erklärt haben, auszusagen, sind nun den Nazis über Gerichtsakten namentlich bekannt. Jetzt seitens des Gerichts einen harmlosen Deal vorzuschlagen, der in seiner Wirkung nicht einmal einem „Schuss vor den Bug“ gleichkommt, steht in keinem Verhältnis zu dem Risiko, das die Zeug_innen auf sich genommen haben. Dies und die Ansetzung vor der niedrigsten Instanz zeigen auf, dass die Justiz die Dimension des Verfahrens nicht erkannt hat.
Der Vorschlag von Geldstrafen, teilweise auf Bewährung, wird dem politischen Charakter nicht gerecht. Die Chance, ein klares Zeichen gegen die Gewalttätigkeit von Nazis setzen zu können, würde dadurch verpasst werden. Menschen, die sich gegen die faschistischen Strukturen positionieren, würden von der Justiz alleine gelassen werden. Die Aussage des Amtsgerichts, mit dem vorgeschlagenen Übereinkommen den „Konflikt zu befrieden“, entbehrt jeglicher Realität. Es handelt sich auf keinen Fall um „innerfamiliäre Streitigkeiten“ (Verteidigung), stattdessen ist mit weiteren Übergriffen zu rechnen – erst recht, wenn die Angeklagten durch ein mildes Urteil dazu ermuntert werden. Denn eine zögerliche Rechtsprechung würde die Angeklagten sowie deren Umfeld in ihrem Handeln bestärken.
Um auf den Justizskandal aufmerksam zu machen, rufen wir zu einer Demo am Mittwoch, den 28.09.2011, um 17:00 Uhr auf. Vom Ort des Angriffs, dem Ostkurvensaal am Weser-Stadion, gehen wir zum Amtsgericht Bremen. Damit setzen wir ein Zeichen gegen das unfassbare Vorgehen der Bremer Justiz und zeigen, dass die Einschüchterungsversuche der Nazis nicht fruchten.
Rechte Gewalt nicht als szenetypischen Konflikt verharmlosen! Wir lassen uns nicht einschüchtern!
^ top - 26.09.2011 - 18:46 Uhr - » SV Werder Bremen » 28.09.2011 Demo: Schluss mit der Entpolitisierung von Prozessen!


